Erlebte Geschichte(n)

Zeitzeugen berichten: Gesammelte Erinnerungen

Die Zeitzeugen haben viel erlebt. Folgende Texte aus unseren Veröffentlichungen sind zum Nachlesen verfügbar:

20er Jahre: Inflation und Wirtschaftskrise

  • Alltag in der Volksschule (1928-1930)
    von Emmi Füllenbach | Am 1. April 1928 – also mit 6 Jahren – kam ich in die Schule. Zuerst lernten wir das „i”. Rauf, […]
  • Der Umzug in die neue Wohnung (1929)
    von Lieselotte Lamp | Von der Rothenbaumchaussee 144, einer Villa, die wir in der ersten Etage und dem Dachgeschoß bewohnten, zogen wir in die Sierichstr. […]
  • Fräulein (um 1927)
    von Karl-August Scholtz | Ob alle heute unter uns lebenden Kinder sich noch einen Begriff vom „Fräulein“ machen können, möchte ich bezweifeln. Aber ich habe […]

1930-1932: Die 30er Jahre vor dem Nationalsozialismus

1933-1939: Machtübernahme und Unterdrückung durch die Nationalsozialisten

1939-1945: (Über)leben im Zweiten Weltkrieg

  • Überfall auf Polen („Blitzkrieg“) (1939)
    von Wilhelm Simonsohn | 1919 geboren, wurde ich 1938 zum RAD (Reichsarbeitsdienst) einberufen. Von dort ging es sofort zur Wehrmacht. Angefangen habe ich als Rekrut […]
  • Britische Soldaten in West-Berlin (1945)
    von Peter Bigos | Nachdem die Sowjets 1945 Westberlin verließen, erlebten wir den fast geräuschlosen Einmarsch der Engländer im britischen Sektor. Nur der Heulton der […]
  • Kriegsende: Wer war Heinrich Koepsel? (1945)
    von Helene Bornkessel | Bei Kriegsende mussten wir mit einer Gruppe Wehrmachtshelferinnen zu Fuß nach Hause gehen. Verpflegung, ein Fuhrwerk mit Fahrer, hatte uns der […]
  • Deutsche Soldaten und das ostpreußische Flüchtlingselend (1945)
    von Karl-August Scholtz | Am 12. Januar 1945 begann die groß angelegte russische Offensive an der gesamten Ostfront, und auch in Ostpreußen drang die Rote […]
  • Heimkehr aus der Kinder-Landverschickung (KLV) (1945)
    von Claus Günther | Am 8. Mai 1945 war der Krieg endlich zu Ende. Das bedeutete aber beileibe nicht, dass für uns 14-jährige Jungs aus […]
  • Kriegsende und die Angst (1945)
    von Carsten Stern | Natürlich erinnere ich mich nicht an das Ende des Krieges. Ich war ja auch erst drei Jahre alt. Aber mir ist […]
  • Der Krieg ist aus! (1945)
    von Lore Bünger | 5 Jahre und 8 Monate dauerte der 2. Weltkrieg 1939-1945. Im April 1945 zeichnete sich das herbeigesehnte Ende ab. Süddeutschland war […]
  • Meine Stunde Null (1945)
    von Richard Hensel | Wo soll ich anfangen? Mit dem 27. März 1945? Ich war elf Jahre alt. Es war der Tag, an dem die […]
  • Todesstiefel (1944)
    von Claus Günther | Wenn du 13 bist, wächst du schnell aus allem heraus. Als Junge verschleißt du besonders viel Zeug, vor allem Schuhe. Die […]
  • Ferien und Bomben (1943)
    von Walter Schmidt | Im Sommer 1943 war ich knapp 13 Jahre alt. Wir lebten in Leck, einem Dorf im Norden Schleswig-Holsteins. Der Ort hatte […]
  • Menschen wie wir (1941)
    von Marianna Feldbauer | Es geschah in der damals selbstständigen Slowakei, aus der ich stamme. Deren klerikalfaschistische Regierung sympathisierte mit Hitler-Deutschland. Wir wohnten zu der […]
  • Mit Mann und Ross und Wagen (1941)
    von Claus Günther | Als Hitler im Juni 1941 die Sowjetunion überfallen ließ und im Dezember sogar den USA den Krieg erklärte, hielt ich ihn […]
  • Die Lebensmittelkarte (1939-1945)
    von Richard Hensel | Mit Beginn des 2. Weitkriegs bekamen alle deutschen Volksgenossen (so wurden wir damals genannt) eine Lebensmittelkarte und eine Kleiderkarte. Außerdem gab […]
  • Das ist ja interessant!” – Kriegsanfang (1939)
    von Lore Bünger | Die Politik und Propaganda der Nationalsozialisten hatte sich von Anfang an eindeutig gegen die Kommunisten und gegen die Sowjetunion gewandt. – […]
  • Der Kriegsbeginn verändert das Leben (1939)
    von Walter Schmidt | Zur Zeit des Kriegsbeginns war ich knapp 9 Jahre alt. An welche Ereignisse aus dieser Zeit kann ich mich noch erinnern? […]
  • „Betteln verboten!“ (1936, 1938, 1945, 1947)
    von Claus Günther | 1936. In den dreißiger und vierziger Jahren hing in vielen Hausfluren und Tordurchgängen ein Schild: BETTELN UND HAUSIEREN VERBOTEN! Ich erinnere mich […]

1945-1949: Die Not der Nachkriegsjahre

  • Schul- und Arbeitstag eines 13-Jährigen (1946)
    von Richard Hensel | Zuerst einige Sätze vorweg. Unsere Familie lebte bis Ende Januar 1946 – also bis 9 Monate nach Kriegsende – in Danzig. […]
  • Zweifel (1949)
    von Claus Günther | Im Rückblick sehe ich das Jahr 1949 als eine Zeit des Umbruchs. Gegründet werden die Bundesrepublik, die DDR und die Volksrepublik […]
  • Die Währungsreform (1948)
    von Emmi Füllenbach | Der Krieg war zu Ende. Wir konnten in jeder Nacht wieder schlafen. Nur die Versorgung mit Lebensmitteln, Heizung und Gütern des […]
  • Das Ende einer Freundschaft (1946)
    von Richard Hensel | Meine Mutter hatte als junges Mädchen von 15 oder 16 Jahren einmal ihren Onkel besucht. Er hatte in der Nähe eines […]
  • Vom Hintern wischen bis „Telewischen“ (1945-1967)
    von Claus Günther | 1945. Nach dem Ende des Krieges erlebten wir die so genannte „schlechte Zeit“, in der viele Deutsche gehungert und gefroren haben – […]
  • Verkauf oder Tausch an der Haustür (1945-1947)
    von Ingetraud Lippmann | Nachdem ich die Erfahrung mit Abos von Zeitschriften an der Haustüre gemacht hatte, musste ich gegen meine Gutmütigkeit vorgehen. Durch meine […]
  • Wie wir die Hamburger S-Bahn lahm legten (1945)
    von Lore Bünger | Im August 1945 war die Hamburger S-Bahn zwischen Wedel und Poppenbütttel wieder im Betrieb, obgleich die Stadt noch in Trümmern lag. […]
  • Einmal Flüchtling, immer Flüchtling? (1945-50er)
    von Ingetraud Lippmann | Nach unserer Flucht aus Königsberg 1945 kamen wir nach Kehdingen in Niedersachsen, zwischen Stade und Cuxhaven. Wir bekamen es viele Jahre […]

1949-1960: Gründungsjahre der Bundesrepublik Deutschland

  • Ein ganz normaler Schultag (1950)
    von Ingetraud Lippmann | Morgens um 5 Uhr 45 klingelte der Wecker. Den besaßen wir 1950 schon. Auf dem Boden unserem Zimmer gegenüber hatten wir […]
  • Verkauf oder Tausch an der Haustür (1960)
    von Carsten Stern | Heute kommen ja noch ab und zu Zeugen Jehovas oder der Arbeiter-Samariter-Bund oder Zeitschriftenwerber oder ähnliche Menschen, um an der Haustür […]
  • Ressentiments (1957)
    von Lore Bünger | Im September 1957 lagen der Krieg und die Aufdeckung der Gräueltaten der Nazis an den Juden zwölf Jahre zurück. Längst hatten […]
  • Trampen mit Vetter Heino (1952/1953)
    von Claus Günther | Eigentlich heißt mein Vetter Karl-Heinz, aber von Kindesbeinen an wird er Heino genannt. Damals, Anfang der 50er Jahre, hatten wir uns […]
  • Das „Aki“ am Hauptbahnhof (1950-1964)
    von Claus Günther | Direkt neben dem Hamburger Hauptbahnhof wurden 1950 die Bahnhofs-Lichtspiele („Bali“) mit 650 Sitzplätzen eröffnet. 1952 wurde das Haus umgebaut und in […]
  • Plötzlich stand da ein Haus (50er Jahre)
    von Carsten Stern | Mit 12,13 Jahren ist man ja noch nicht so groß. Und mit 12, 13 Jahren hat man noch nicht so das […]
  • Kaufen, um zu essen (50er Jahre)
    von Carsten Stern | Schokolade? Bonbons? Mars? Duplo? Das nimmt man heute oft mal so mit aus dem Supermarkt. Wenigstens gilt das für die allermeisten […]
  • Bahnreisen in der Nachkriegszeit (1949/57)
    von Carsten Stern | Viel erinnert man ja nicht, wenn man über das Alter von gerade einmal 7 oder 8 Jahren schreiben soll. So liegen […]
  • Mein Zeug – im Kohlenkeller! (1936 – 1957)
    von Claus Günther | Die Geschichte von meinem Zeug fängt ganz früh an. An einem Sonntag im Sommer, ich mochte wohl fünf Jahre alt gewesen […]

1949-1960: Gründungsjahre der Deutschen Demokratischen Republik

  • Herr Hallstein und die „Tüttel“ (1955 – 3.05.1990)
    von Claus Günther | Die nach ihm benannte Hallstein-Doktrin, die den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik Deutschland zementieren und die DDR isolieren sollte, hat Prof. Walter Hallstein […]
  • Bahnfahrten zur Zeit der deutschen Teilung (1952-1961)
    von Edeltraud Jensen | Ich wohnte 1952 in Halle an der Saale, war zwanzig Jahre alt, und mein Leben als Lehrerin in der DDR war […]
  • Literatur aus dem Osten (1970-1985)
    von Carsten Stern | Es war immer dasselbe: Wohin mit dem vielen Geld? Nicht, dass ich zuviel Geld gehabt hätte. Doch ja, ich hatte zu […]
  • Auf der Transitstrecke F 5 bzw. B 5 (ab 1975)
    von Peter Bigos | Erst seit dem Jahr 1975 hatte ich als Autofahrer das „Vergnügen“ zwischen Hamburg und Berlin die F5 des öfteren zu benutzen. […]
  • Ausland DDR? (1961-1989)
    von Carsten Stern | Innerdeutsche Grenze. Gesamtdeutsches Ministerium. „Deutschland, einig Vaterland“. „Deutsche Demokratische Republik“. Gelbe Ortstafeln. Blaue Autobahnschilder. Fernstraße 5, dieselben Nummern. „Bundesrepublik Deutschland“. Habe […]
  • Erster Urlaub 1950
    von Richard Hensel | Es war 1950. Ich lebte damals in Wittstock/Dosse. Eine kleine Stadt in der gerade aus der so genannten SBZ („sowjetisch besetzte […]
  • DDR als Ausland empfunden? (1949-1990)
    von Karl-August Scholtz | Ob wir die DDR damals als Ausland empfunden hätten“, wurde kürzlich gefragt. Dieses Thema bewegte mich, ich halte es bedeutsam für […]

1961-1988: Mauerbau, 68er, geteiltes Deutschland

  • Studentenleben (1964)
    von Carsten Stern | Der Wecker klingelt. Ich stelle ihn aus und das Transistorradio ein, Wettermeldungen aus Frankfurt. Liegt ja nicht so weit von Marburg […]
  • Deutsche in Dänemark (1963)
    von Karl-August Scholtz | Diese bittere Erkenntnis erlebte ich 1963. Ein kleiner Ferienort am Kattegatt in Dänemark, nicht weit von Kopenhagen. Es war mein erster […]
  • „West“ und „Ost“ in Bulgarien (60er Jahre)
    von Richard Hensel | In den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts hatten wir hier in Hamburg bereits mehrere kalte Sommer erlebt. So haben wir es […]
  • Hier gab’s auch mal „was zu“ (ca. 1937-1970)
    von Claus Günther | An einige Läden, in denen das Verkaufspersonal, unterstützt von der Ehefrau, aus dem Besitzer bestand, erinnere ich mich noch gut. Das […]
  • In die Zange genommen (ca. 1980)
    von Carsten Stern | Ende der 1980er, deutsch-dänischer Grenzübergang bei Seth/Böglum. Die Zeit der Terroristenfahndung war noch nicht ganz vorbei, wenngleich nicht mehr akut und […]
  • Spenden an der Haustür (ca. 1980)
    von Carsten Stern | „Das wird Ihnen noch leid tun, wenn Sie alt sind. So etwas Herzloses. Das ist  uns noch nie vorgekommen. Das werden […]
  • Behördenwillkür – fast schon gewalttätig (1977)
    von Lore Bünger | Im Herbst 1977 hatte die Hamburger Hochbahn AG beschlossen, die verschieden gedruckten Fahrausweise für Busse und S-Bahnen für beide Beförderungsmittel anzuerkennen. […]
  • Ananas mit Zinkgeschmack (1963 bis heute)
    von Carsten Stern | Regionales und Ausländisches: Die Vielfalt des Essens. Ich kann mich noch gut erinnern, wie in den 1970er und 1980er Jahren die […]
  • Merkwürdige Konflikte mit dem Gesetz (1962)
    von Carsten Stern | Konflikte mit dem Gesetz kann man als Betroffener haben oder man kann sie als Lernender haben. Als Lernender stelle ich fest: […]
  • Kriegsangst? Nie gehabt! (1962)
    von Carsten Stern | Dies Thema der Zeitzeugenbörse Anfang 2008 ist für mich kein Thema. Und auch das ist ja ein Zeitzeugnis. Ich war politisch, […]

1989-heute: „Mauerfall“ und jüngere Geschichte