Zeitzeugen im Albert-Schweitzer-Gymnasium

Zeitzeugen im Dialog Albert-Schweitzer-Gymnasium (Fuhlsbüttel/ Klein-Borstel)

Wenn wir Zeitzeugen beim Albert-Schweitzer-Gymnasium in KleinBorstel zu Gast sind, bekommen wir hinterher erfreulicherweise viele eindrucksvolle und zum Teil umfangreiche Rückmeldungen. Der Platz reicht nicht aus, alles aus den 9. Klassen wiederzugeben, doch die nachfolgenden Auszüge vom Juli 2014 sind bezeichnend.

„ (…) Nicht viele Mädchen und Jungen in unserem Alter hatten bis jetzt die Chance, mit solch erfahrenen Zeugen der Ereignisse zu reden. (…) Mit der heutigen Zeit ist dies gar nicht zu vergleichen und dementsprechend fällt es einem nicht leicht sich vorzustellen, dass man absolut nichts nichts gegen das Regime äußern darf. (…) Sie [die Jugendlichen damals] wurden quasi gezielt manipuliert. (…) Unter anderem das Zeitzeugen Programm macht die Schulzeit und das wichtige Thema Nationalsozialismus doch sehr anschaulich. (…)“

„ (…) Zeitweise haben mich Ihre Erzählungen sehr nachdenklich gemacht und auch schockiert. (…) Die politische Erziehung der Jugendlichen war in der Form, wie Sie sie geschildert haben, nur durch den bedingungslosen Gehorsam möglich. (…) Ich möchte Sie an dieser Stelle zitieren: ‚Nie wieder Krieg!‘ Und ich möchte Ihre Aussage gern noch erweitern: ‚Nie wieder eine Diktatur!‘ (…)“

„ (…) von der Widersprüchlichkeit der KLV, wo die Mädchen gut behandelt wurden in einer Zeit, wo der Krieg herrschte, die Offenheit, mit der Sie Ihren Vater beschrieben, wie Sie den Juden beleidigten und es später bereuten. Das war zwar nicht in Ordnung, dennoch waren Sie ein kleines Kind, dem beigebracht wurde, so zu handeln.(…)“

„(…) Sie haben unserer Generation nun umso mehr verdeutlicht, wie schlimm der Nationalsozialismus war und dass so etwas nie wieder passieren darf, egal ob hier oder in irgend einem anderen Land auf der Welt.“ (…)“

„(…) Wie Sie uns noch einmal verdeutlicht haben, wie furchtbar der Krieg ist (…) Weil mir klar geworden ist, was für ein Glück wir alle haben.“

„Zwei Menschen aus einer anderen Generation, aus einer Zeit so unvorstellbar und weit entfernt von uns.(…) Ihre Geschichte (…) war ein bereicherndes, zum Teil trauriges, mein Verständnis für diese Zeit erweiterndes Erlebnis.(…)“

„(…) Mich hat die Fluchtgeschichte sehr gerührt, aber auch gewissermaßen erschüttert, da ich noch nie so einen Erfahrungsbericht gehört habe. Ich habe eine andere Sicht auf die damalige Katastrophe bekommen.

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